Ernährung à la Altsteinzeit – Ultima Ratio der Prävention?

Von den Fehlschlüssen eines scheinbar über zeugenden Ernährungskonzepts

Alexander Ströhle und Andreas Hahn

Wer in der Praxis mit ernährungswissenschaftlichen und ernährungsmedizinischen Fragestellungen befasst ist, der kennt unzweifelhaft dieses Dilemma: Welche wissenschaftlich gesicherten Empfehlungen zu einer langfristig gesund erhaltenden, präventiv wirksamen Ernährung können gegeben werden? Es scheint kein Studienergebnis zu existieren, dem nicht ein anderes widerspricht: Mal stellen Ballaststoffe einen Schutzfaktor vor kolorektalen Tumoren dar, dann wieder nicht. Galten lange Zeit Folsäure und Antioxidanzien als ultimative Protektoren, so werden die Verbindungen plötzlich mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität in Verbindung gebracht. Auch innerhalb des akademischen Establishments gehen die Meinungen darüber auseinander, wie eine "gesunde Ernährung" generell beschaffen sein sollte – davon zeugt nicht zuletzt die Kontroverse um die "richtige(n)" Ernährungspyramide(n). Angesichts dessen nimmt es nicht Wunder, dass Orientierung Not tut. Und Orientierung scheint gefunden zu sein. Diesmal in Gestalt von Naturgeschichte und Evolutionsbiologie. Charles Darwin erscheint plötzlich als moderner Ernährungsratgeber, der aus der "babylonischen Ernährungs-ver(w)irrung" befreien soll. Kann das gutgehen?

config_id: user_is_logged_out_and_article_is_DAZ_reg

Jetzt einloggen und weiterlesen!

oder

Abonnieren und die DAZ unbegrenzt lesen.

(Bitte beachten Sie, für den Abschluss eines Abos müssen Sie zunächst eine DAViD-Registrierung abschließen, die Zugangsdaten von DAZ.online sind nicht mehr gültig. Bitte registrieren Sie sich einmal neu. Sie werden auf die Registrierungsseite weitergeleitet, sollten Sie nicht eingeloggt sein.)