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GSAV-Änderungsanträge
Hämophilie-Arzneimittel: Apotheker sollen Daten an Ärzte melden müssen
Laut dem Entwurf für das Gesetz für mehr Sicherheit in der
Arzneimittelversorgung (GSAV) sollen Arzneimittel zur Hämophilie-Behandlung
künftig über Apotheken vertrieben werden. Apotheken sollen aber alle
relevanten Behandlungsdaten an die verschreibenden Ärzte melden müssen. Letzteres
sieht ein Änderungsantrag der Regierungsfraktionen vor. Außerdem sollen die
Aufzeichnungspflichten künftig nicht nur für Plasmaproteine gelten, sondern für
alle Arzneimittel aus diesem Therapiebereich, also auch für Antikörper.
Stuttgart – 13.05.2019, 14:50 Uhr

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Schulz-Asche: Die Apotheken wollen natürlich auch mitverdienen!
Mit dem Gesetz für mehr Sicherheit in der
Arzneimittelversorgung will die Große Koalition dafür sorgen, dass Arzneimittel
zur Hämophilie-Behandlung apothekenpflichtig werden. Derzeit werden solche
Produkte meist direkt vom Hersteller an die behandelnden Ärzte geliefert. Bei
der ersten Lesung des Gesetzes im Bundestag zeigte sich nun, dass insbesondere FDP,
SPD und Grüne dies verhindern wollen. Die Grünen-Arzneimittelexpertin Kordula
Schulz-Asche nannte die Idee „unverantwortlich“.
GSAV-Entwurf im Bundeskabinett
Jetzt ging es ganz schnell: Der Entwurf für das Gesetz für
mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung steht am heutigen Mittwoch auf
der Tagesordnung des Bundeskabinetts. Nachdem in der vergangenen Woche kurz
hintereinander zunächst zwei neue neue Entwürfe auftauchten, schickte Bundesgesundheitsminister
Jens Spahn (CDU) am 25. Januar eine nochmals nachgearbeitete Fassung an den
Chef des Bundeskanzleramts, die das Kabinett nun beschließen soll.
Arzneimittel gegen Hämophilie sollen apothekenpflichtig werden
Arzneimittel
zur Hämophilie-Behandlung sind bisher von der Apothekenpflicht ausgenommen und
werden meist direkt vom Hersteller an die behandelnden Ärzte geliefert. Gemäß
dem jüngsten Entwurf für das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung soll sich dies künftig ändern. Dabei sollen
die Preise für diese Arzneimittel auf dem bisherigen Niveau bleiben.
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