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Kammerversammlung Nordrhein
Engelen: Dann lieber gar kein Gesetz!
Lutz
Engelen hat am heutigen Mittwoch zum letzten Mal die Delegiertenversammlung der
Apothekerkammer Nordrhein geleitet. In seiner berufspolitischen Rede machte er
deutlich, dass er große Bedenken bei dem derzeitigen (gesundheits-)politischen
Kurs der Bundesregierung habe. Im Gegensatz zur ABDA würde er auch gänzlich auf
das Apotheken-Stärkungsgesetz verzichten können, weil es die Apotheken in den
Ruin treiben könnte.
Neuss – 12.06.2019, 14:30 Uhr

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Pharmazeutische Dienstleistungen - die Zukunft?
MERAN (du) | Geht es nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dann werden mit dem Apotheken-Stärkungsgesetz (Gesetz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken) erstmals die Grundlagen für die Honorierung pharmazeutischer Dienstleistungen gelegt. Die ABDA hat dieses Ansinnen in ihrer Stellungnahme zu dem entsprechenden BMG-Referentenentwurf explizit begrüßt. Doch es herrscht Unklarheit darüber, welche pharmazeutischen Dienstleistungen flächendeckend angeboten und honoriert werden sollen. Und dann steht die Frage im Raum, ob diese Dienstleistungen zur Zukunftssicherung geeignet sind.
Kiefer: Lieber pharmazeutische Dienstleistungen als höheres Fixum
Warum spielt die Erhöhung des Fixhonorars in der politischen
Arbeit der ABDA derzeit nur eine untergeordnete Rolle? Auf der heutigen
Delegiertenversammlung der Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) erklärte Dr.
Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer, dass man mit vergüteten,
pharmazeutischen Dienstleistungen die Apotheker stärke. Ein höheres Fixum hingegen könnte auch die Versender bevorteilen. Außerdem kündigte Kiefer an, dass
die ABDA weiter Widerstand gegen einzelne Regelungen in der geplanten
Apothekenreform leisten werde. Er ließ aber auch durchblicken, dass das gesamte
Gesetzgebungsverfahren noch scheitern könnte.
Preis: „Ein bisschen Gleichpreisigkeit gibt es nicht“
Das Apotheken-Stärkungsgesetz war erwartungsgemäß ein großes
Thema bei der Mitgliederversammlung des Apothekerverbandes Nordrhein, die am
gestrigen Mittwoch in Düsseldorf stattfand. Vor allem ging es um den drohenden
Wegfall der Gleichpreisigkeit, die in den Augen von Verbandschef Thomas Preis alternativlos
ist. Das Negative an dem Gesetz „verneble“ die Chancen, die es
ohne Frage bietet, erklärte er. Rechtsexperte Professor Dr. Hilko Meyer warnte erneut vor
den Folgen der Streichung des §78 Absatz 1 Satz 4 AMG.
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