Halsschmerztherapie

Pflanzliche Präparate für Hals und Stimme

Mundtrockenheit, Heiserkeit, Halskratzen und -schmerzen sowie Schluckbeschwerden werden von Betroffenen gerne mit pflanzlichen Präparaten behandelt. Neben Präparaten mit ätherischen Ölen eignen sich vor allem solche mit Schleimstoffen für Hals und Stimme. Was bietet der Markt?

Pflanzliche Präparate für Hals und Stimme

Das Angebot an pflanzlichen Halsschmerzpräparaten ist groß und wartet mit antiphlogistischen, antiseptischen, adstringierenden und schleimbildenden Wirkprinzipien auf. Zum Einsatz kommen Auszüge aus Salbei, Thymian, Kamille, Spitzwegerich, Lindenblüten, Eukalyptus, Primel, Eibisch, Malvenblüten-/blättern und Isländisch Moos. Die Arzneidrogen werden in Form von Hals- und Rachentees, als Lutschpastillen, Sirup, in Sprayform oder zum Gurgeln angeboten. Hier eine Auswahl:

Präparat (Auswahl) Darreichungsform Enthaltene Heilpflanze bzw. -pflanzen
Aktiv Stimmen-Öl Spray Orange, Eukalyptus, Minze, Zitrone, Curcuma, Salbei, Thymian, Fenchel
Antall bei Reizhusten und Heiserkeit Liquidsticks Isländisch Moos, Eibisch, Königskerze
Salus Salbeiblätter Arzneitee Salbei
Cevitt Hals und Rachen Lutschtabletten Lutschpastillen Salbei
Dr. C Soldan Salbei Bonbons Lutschpastillen Salbei
Em-eukal Salbeibonbons Lutschpastillen Salbei
Ipalat Halspastillen Lutschpastillen Primel, Fenchel, Anis
isla original Lutschpastillen Isländisch Moos
H & S Hals- und Rachentee Arzneitee Salbei
Kamillosan Mund- und Rachenspray Spray Kamille
Neo-angin junior Halsschmerzsaft Sirup Isländisch Moos, Malvenblüten
Ricola Salbeibonbons Lutschpastillen Salbei
Salvia Thymol N Madaus Gurgellösung Salbei, Eukalyptus, Pfefferminze, Zimt, Nelke, Fenchel, Sternanis

Antientzündliche und/oder antimikrobielle Effekte werden z.B. durch Thymian, Anis, Fenchel, Kamille und Eukalyptus vermittelt, Salbei wirkt adstringierend. Reizlindernd wirken Schleimstoffdrogen wie Malve und Isländisch Moos.

Effektive Befeuchtung: Schleimstoffdroge plus Hyaluronsäure

Bei Isländisch Moos handelt es sich um eine Flechtenart, die in Mooren, auf Heiden und in Nadelwäldern wächst und bereits seit dem 17. Jahrhundert als Heilpflanze verwendet wird. Sie enthält wie alle Schleimdrogen Polysaccharide, die einen Film auf den gereizten Schleimhäuten der oberen Atemwege bilden und sie darüber befeuchten und vor äußeren Reizen schützen. Enthalten ist Isländisch Moos z. B. in sämtlichen Präparaten der Marke isla. Der hier verwendete Extrakt soll mit einem Anteil von mehr als 80 Prozent besonders reich an Polysacchariden sein.

Neben Isländisch Moos als Inhaltsstoff trägt bei den Lutschpastillen auch das Lutschen selbst, bzw. die damit einhergehende Speichelbildung zur Befeuchtung der Mundschleimhaut bei. Soll der befeuchtende Effekt besonders stark und lang anhaltend sein, sind Lutschpastillen mit einer Kombination aus Schleimstoffdroge und Hyaluronsäure eine Empfehlungsoption. Entsprechende Präparate sind isla med akut und isla med voice. In beiden ist Isländisch Moos gemeinsam mit einem Hydrogel-Komplex aus Carbomer und Xanthan sowie Hyaluronsäure enthalten. Die Hyaluronsäure besitzt die Fähigkeit, große Mengen an Wasser zu binden und soll darüber für eine langanhaltende Befeuchtung der Mund- und Rachenschleimhaut sorgen. Der Hydrogelkomplex verbindet sich mit der Hyaluronsäure und bildet ein intensiv an der Schleimhaut haftendes Hydrogel. Aktuell sind isla med akut und isla med voice die einzigen Präparate auf dem deutschen Markt mit der genannten Kombination. Von Herstellerseite aus wird isla med akut für die Anwendung bei stärkeren Halsschmerzen und Schluckbeschwerden beworben, isla med voice mit „mildem Kirschgeschmack“ richtet sich vor allem an Apothekenkunden mit einer starken bzw. übermäßigen Stimmbeanspruchung. Die Wirkstoffkombination ist jedoch dieselbe.

Tipps für Halsschmerzpatienten

Was können Sie Halsschmerzpatienten begleitend zur Abgabe eines pflanzlichen Halsschmerzpräparates raten? Auch einfache Maßnahmen, die sog. Hausmittel, können zur Linderung von Halsschmerzen beitragen. Dazu zählen vor allem:

  • ausreichend trinken
  • häufiger ausruhen
  • (Passiv-)Rauchen meiden
  • bei Schluckbeschwerden weiches Essen bevorzugen, scharfe und stark gewürzte Speisen sowie Alkohol meiden
  • feucht-warme Halswickel bzw. Hals warmhalten (z. B. mit einem Wärmeschal)

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