- DAZ.online
- News
- Wirtschaft
- DocMorris wächst „...
Halbjahrergebnis zur Rose
DocMorris wächst „beschleunigt“ bei Rx
Zur Rose hat ihr Halbjahresergebnis bekannt gegeben. Maßgeblich mitverantwortlich für das Umsatzplus von knapp 410 Millionen Euro ist das Deutschlandgeschäft der Tochter DocMorris. Die in Holland ansässige Versandapotheke konnte ihren OTC-Umsatz um 42,8 Prozent und ihren Rx-Umsatz um 7,2 Prozent steigern. Aufgrund hoher Marketingausgaben und Kosten im Zusammenhang mit dem Börsengang schreibt Zur Rose unter dem Strich aber rote Zahlen.
Die Schweizer Versandapotheke Zur Rose konnte in den ersten sechs Monaten ihre Erlöse im Gesamtunternehmen um 7,2 Prozent auf 465,8 Millionen Schweizer Franken (knapp 410 Millionen Euro) steigern. Das teilte die seit Juli an der Schweizer Börse SIX notierte Gesellschaft am Mittwoch mit. Wesentlichen Anteil an den Zuwächsen hat das Deutschlandgeschäft der in Holland ansässigen Tochter DocMorris. Der Umsatz in diesem Segment erhöhte sich um 12,9 Prozent auf 226,4 Millionen Schweizer Franken – in Euro gerechnet stiegen die Zahlen um 14,9 Prozent auf 210,4 Millionen Euro.
Zur Rose profitierte hierbei vor allem vom Versandgeschäft mit rezeptfreien Arzneien nach Deutschland: Dieses wuchs um 42,8 Prozent. Aber auch bei den rezeptpflichtigen Arzneimitteln (Rx) habe man zugelegt, heißt es. So verzeichnete die Versandapotheke nach eigenen Angaben einen Umsatzanstieg von 7,2 Prozent. Im ersten Quartal 2017 hatte DocMorris erstmals seit 2012 den Rx-Umsatz steigern können – gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 Prozent. Mit absoluten Zahlen hält sich das Unternehmen hier bedeckt. Verantwortlich für das beschleunigte Wachstum in Deutschland sind laut Zur Rose forcierte Marketingaktivitäten.
Mehr zum Thema
Erstes Quartal 2017
DocMorris steigert Rx-Umsatz erstmals seit 2012
Insgesamt rutscht Zur Rose in die roten Zahlen
Aufgrund dieser höheren Marketingausgaben sowie Kosten im Zusammenhang mit dem Börsengang rutschte Zur Rose sowohl beim operativen Ergebnis (Ebit) als auch beim Nettoergebnis in die roten Zahlen. Der Verlust vor Zinsen und Steuern betrug im ersten Halbjahr 17 Millionen Franken, das Minus nach Steuern lag bei 18,1 Millionen Franken. Im Vorjahreszeitraum hatte Zur Rose einen operativen Gewinn von 3,3 Millionen Franken und einen Überschuss von 0,15 Millionen Franken ausgewiesen.
Wachstum mit DocMorris und einer deutschen Versandapotheke
Mit dem Erlös aus dem Börsengang will Europas größte Versandapotheke ihren Wachstumskurs fortführen. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die gute Wachstumsentwicklung speziell in Deutschland weiter fortsetzen wird. Dabei fördere die hohe Bekanntheit der Marke DocMorris die Gewinnung von Neukunden. Die geplante Übernahme einer noch nicht namentlich bekannten deutschen Versandapotheke sei auf Kurs, teilte Zur Rose weiter mit. Noch dieses Jahr sollen die Verträge unterzeichnet werden.
In der Schweiz
erwartet das Unternehmen durch die Zusammenarbeit
mit Medbase und Migros in der zweiten Jahreshälfte zusätzliche Impulse. Insgesamt
geht man von einem organischen Umsatzwachstum von etwa 10 Prozent aus. Mit
schwarzen Zahlen rechnet Zur Rose jedoch weiterhin nicht. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde aufgrund der außerordentlichen
Aufwendungen im Rahmen des Börsengangs
und der Wachstumsinitiativen negativ bleiben, so zur Rose.
1 Kommentar
Alarm
von Florian Becker am 24.08.2017 um 11:39 Uhr
» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten
Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.