Potenzial einer alten Kulturpflanze

Feigenkaktus bei Diabetes, Gastritis oder Wundheilungsstörungen?

Die Firma Schwabe bietet seit Kurzem ein Kaktusfeigen-haltiges Medizinprodukt an: Refluthin enthält Calcium- und Magnesiumcarbonat sowie 75 mg Feigenkaktus-Extrakt und wird zur Linderung von Sodbrennen angeboten. Das hat die DAZ zum Anlass genommen, sich das Potenzial der alten Kulturpflanze einmal genauer anzuschauen. 

Feigenkaktus bei Diabetes, Gastritis oder Wundheilungsstörungen?

Jeder hat sie vor seinem geistigen Auge, Kakteen gehören zu den markantesten Vertretern der Vegetation von Trockengebieten rund um den Globus. Ihre ursprüngliche Heimat – die Wüsten des amerikanischen Kontinents – haben etliche Arten dank ihrer enormen Anpassungsfähigkeit längst verlassen. So ist heute auch der Feigenkaktus, Opuntia ficus-indica, in vielen tropischen und subtropischen Regionen der Erde zu finden. In Mexiko werden die jungen, grünen Sprossglieder unter dem Begriff „Nopal“ als Gemüse geschätzt, bei uns finden sich dagegen eher die Früchte als vitaminreiches Obst im Supermarktregal, und in Afrika werden dornenlose Varianten als Viehfutter angebaut.

Unter den Inhaltsstoffen stechen als phytochemische Besonderheit die Betalain-Farbstoffe ins Auge. Diese stickstoffhaltigen, biogenetisch von der Aminosäure L-Dopa abgeleiteten Verbindungen ersetzen in einigen wenigen Pflanzenfamilien die Anthocyane als farbgebende Pigmente. Typisch für Pflanzen, die sich an ein Leben in Trockengebieten angepasst haben, ist dagegen das Vorkommen von Schleimstoffen in den wasserspeichernden Organen.

Traditionelle Medizin und pharmazeutische Forschung

In der traditionellen Medizin Mittelamerikas hat der Feigenkaktus eine lange Geschichte, er wird unter anderem bei Infektionskrankheiten, Durchfall und rheumatischen Beschwerden eingesetzt. Seit dem Ende des letzten Jahrhunderts sind Feigenkaktus-Extrakte in mehreren tierexperimentellen und klinischen Untersuchungen hinsichtlich eines potenziellen Einsatzes bei Diabetes analysiert worden, als ein möglicher Wirkmechanismus wurde eine Hemmung des Enzyms α-Glucosidase gefunden. Ein weiterer Fokus der pharmazeutischen Forschung liegt auf der Verwendung der Schleimstoffe bei säurebedingten Magenbeschwerden. Auf diesem Gebiet hat eine italienische Arbeitsgruppe interessante Ergebnisse für ein Kombinationspräparat aus Feigenkaktus und Olivenblättern gefunden.

Welche Möglichkeiten sich in diesem Zusammenhang – auch bei Wundheilungsstörungen – für die klinische Anwendung des Feigenkaktus ergeben, lesen Sie in der aktuellen Print-Ausgabe der DAZ 42/2021.

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