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Berlin – Noch bevor dm mit seinem Onlineshop loslegt, gibt es Ärger: Die Drogeriekette, die mit der Versandapotheke Zur Rose kooperiert, will ihr neues Onlineangebot nach Informationen der „Lebensmittel Zeitung“ nicht quersubventionieren und fordert daher von seinen Lieferanten einen „Begrüßungsbonus“ von 1,5 Prozent. Die reagieren irritiert und verärgert. „Das bedeutet, dass wir im Vorgriff die Verluste des Online-Geschäfts ausgleichen sollen“, kritisieren sie.
Die Forderung ist nach Recherchen der Zeitung nicht an etwaige Online-Umsätze, sondern an den Gesamtbruttoumsatz des Herstellers mit dm geknüpft. Einige „Markenartikler“ lehnen dies allerdings als „viel zu hohe Pauschalforderung“ ab, heißt es in dem Beitrag vom letzten Freitag. Sie haben den Markenverband mit der Sache betraut, den das Vorgehen ebenfalls erstaunt. Es sei bisher nicht Stil im Hause dm gewesen, einfach so die Hand aufzuhalten, heißt es dort.
Bei der Drogeriekette selbst gibt man sich unaufgeregt: Man biete der Industrie bereits „hervorragende Vermarktungsmöglichkeiten“, wird Konzernchef Erich Harsch zitiert. Diese würden durch den neuen Onlineshop nun deutlich erweitert. „Daraus ergeben sich neue Kommunikationspotentiale, sodass Gespräche hierüber mit den Partnern von der Sache her sinnvoll sind.“ Kolportierte Drohungen über Auslistungen im Falle des gegenüber der Lebensmittel Zeitung angekündigten Widerstands lässt Harsch jedoch unkommentiert.
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