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Pharmacon Schladming 2018
Psychopharmaka sinnvoll kombinieren
Gute antidepressive Kombi: SSRI / SNRI plus Mirtazapin oder Tricyclica
Eine zweckmäßige Kombination bei wahnhaften Depressionen ist laut Dietmaier ein Antidepressivum plus ein Antipsychotikum. Gleichermaßen berechtigt ist der duale Ansatz bei depressiven Patienten mit einer Non-Responz auf eine antidepressive Monotherapie. Retardiertes Quetiapin ist hier als Zusatztherapeutikum bei Major Depressionen zugelassen, wenn Patienten unzureichend auf eine Monotherapie angesprochen haben. Allerdings erwähnt die Leitlinie auch die Off-label-Anwendung von Aripiprazol, Olanzapin und Risperidon. Auch ohne Zulassung setzten Psychiater diese Neuroleptika unter entsprechen Auflagen im klinischen Alltag ein, sagt Dietmaier.
Citalopram: Nach zwei Wochen sollte eine suffiziente Wirkung zu beobachten sein.
Wie sieht die Sinnhaftigkeit einer Kombination zweier Antidepressiva aus? „Geht das?“, fragt der Klinikapotheker. „Ja, aber nur in bestimmten Kombinationen“. Sinnvolle und übliche antidepressive Therapieschemata berücksichtigen die Kombination eines SSRI beziehungsweise SNRI mit einem Tricyclicum oder Mirtazapin.
Citalopram muss nach zwei Wochen wirken
Antidepressivum plus Benzodiazepin – auch das sei noch immer eine empfehlenswerte Kombination, wenn die Überbrückung der Wirklatenz eines aktivierenden Antidepressivums gewünscht sei. Der Einsatz des Bezodiazepins muss kurzfristig erfolgen und darf nicht zur Dauermedikation mutieren. Ab wann dürfen Patienten mit einer Besserung ihrer Depression und mit einer stimmungsaufhellenden Wirkung rechnen? Wann wirkt beispielsweise Citalopram – nach vier Wochen? Eher früher oder sogar noch später? „Nach zwei Wochen sollte eine suffiziente Wirkung zu beobachten sein,“ sagt Dietmaier. Nur dann könne man auch ein längerfristiges Ansprechen der Therapie erwarten.
Antidepressivum plus Stimmungsstabilisierer sei eine weitere wichtige Kombination, vor allem Patienten mit bipolaren Störungen profitierten davon. Manie und Depression zusammen – hier sei es unmöglich der Erkrankung mit einer Monotherapie beizukommen.
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