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Neue eGK
GKV-Spitzenverband: Keine Retax-Probleme
Der GKV-Spitzenverband sieht auf die Apotheken wegen der Umstellung auf die neue Elektronische Gesundheitskarte keine Retax-Welle zurollen: Es gebe zwar mit der Apothekerschaft anders als mit den Ärzten keinen Vertrag für die Übergangszeit. „Dennoch sollte es (im Moment) nach unserer Einschätzung keine Probleme in der Apotheke geben“, so die schriftliche Antwort auf eine DAZ.online-Anfrage.
„Bis Oktober 2014, also in der technischen Übergangsfrist, werden die Daten der elektronischen Gesundheitskarte auf die Daten der Krankenversichertenkarte umgeschlüsselt. Auf dem Rezept ist dadurch eine Unterscheidung zwischen verwendeten Karten (ob eGk oder KVK) nicht ersichtlich“, so der GKV-Spitzenverband weiter.
Am vergangenen Montag hatten der Hamburger Apothekerverein und der Apothekerverband Schleswig-Holstein auf mögliche Umstellungsprobleme aufmerksam gemacht. Grundlage der Besorgnis war eine Veröffentlichung auf der Internetseite der DAK. Darin hieß es: „Besonders problematisch kann das Ausstellen einer Verordnung (z. B. Rezept) sein, denn hier hilft selbst der nachträgliche Nachweis des Versicherungsschutzes in der Regel nicht weiter. Der Arzt kann eine private Verordnung ausstellen, die in der Regel auch sofort eingelöst wird. Auch hier gilt: Eine Erstattung durch die Kassen erfolgt nicht, hierfür besteht keine Basis.“
Daraufhin hatten beide ABDA-Mitgliedsorganisationen in Sonderrundschreiben ihre Mitglieder vor einer drohenden Retaxationsgefahr gewarnt. Der DAV sah zwar keinen Anlass für diese Sorge, kündigte jedoch an, mit dem Verband der Ersatzkassen das Gespräch zu suchen, um eine einheitliche Vorgehensweise zu erreichen.
Berlin - 02.01.2014, 15:05 Uhr