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Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will das Apothekenhonorar vor einer Erhöhung mithilfe eines Forschungsprojekts grundlegend überprüfen. Die Apotheker selbst halten davon wenig – vor allem nicht vom vorgesehenen Zeitraum.
Das Bundeswirtschaftsministerium geht davon aus, dass es bis zu zwei Jahre dauern kann, bis die Ergebnisse des Forschungsprojektes vorliegen. In der jetzigen Wahlperiode wird es daher wohl keine von der ABDA geforderte Anpassung des Apothekenhonorars geben.
ABDA-Präsident Friedemann Schmidt wähnte schon beim Apothekertag eine Verzögerungstaktik hinter diesem Vorgehen. Wir wollten von unseren Lesern wissen, was sie von Gabriels Ziel und Zeitplan halten.
Von den 136 Umfrage-Teilnehmern stimmten 37 Prozent der Aussage zu, das Forschungsprojekt diene dem Minister nur dazu, die notwendige Anpassung auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben. 32 Prozent wollen jetzt Tatkraft sehen: „Das können wir uns nicht bieten lassen! Die ABDA muss jetzt schnell aktiv werden!“, wählten sie als Antwort.
Genau ein Viertel der Teilnehmer zeigt sich vor allem verständnislos: „Was spricht eigentlich gegen eine moderate kurzfriste Erhöhung, bevor sich Ökonomen zwei Jahre lang Statistiken ausdenken?“, meinen sie. Lediglich 6 Prozent stehen den Plänen des Wirtschaftsministeriums offen gegenüber und halten den Weg nach dem Prinzip „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit“ für richtig. Ihre Hoffnung: „Dann bekommen wir vielleicht endlich eine dauerhaft tragfähige Honorarregelung“.
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