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RKI zur Grippeimpfung
„Mit keiner anderen Impfung lassen sich hierzulande mehr Leben retten“
Die Grippewelle 2017/18 verlief besonders heftig. Bevor nun bald die „Impfwelle“ für die neue Influenzasaison startet, betont das RKI nochmals, dass eine Impfung den besten Schutz vor Grippe bietet. Es ließen sich sogar mit keiner anderen Impfung hierzulande mehr Leben retten. Doch wie soll das funktionieren? Wo die Impfeffektivität der Influenzavakzine weit hinter der anderer Impfungen liegt?
Obwohl andere Impfstoffe wirksamer sind als die saisonale Grippeimpfung, lassen sich nach Aussagen des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit der Grippeimpfung bundesweit die meisten Leben retten. Wie das geht? „Aufgrund der Häufigkeit der Influenza können mit der Impfung dennoch sehr viele Erkrankungen, schwere Verläufe und Todesfälle verhindert werden“, erklärt das RKI hierzu.
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Ist die Grippe dieses Jahr schlimmer als sonst?
Die Impfsituation ist bei Grippe besonders schlecht. Die WHO mahnte bereits bis 2010 eine Durchimpfung von 75 Prozent der über 60-Jährigen an. In der vergangenen Grippesaison 2017/18 ließen sich in Deutschland aber noch nicht einmal die Hälfte der „Soll-Patienten“ über 60 Jahren gegen Influenza schützen. Nur 34,8 Prozent in dieser Altersgruppe entschieden sich für einen Grippeschutz.
Grippe traf vorwiegend 35- bis 59-Jährige
Vor dem Hintergrund, dass insbesondere ältere Menschen schwer an Grippe erkranken oder sogar versterben, ist dies besonders dramatisch. So erkrankten zwar vor allem 35- bis 59-Jährige letztes Jahr an Grippe – sie machten 38 Prozent aller übermittelten Fälle aus –, allerdings verstarben innerhalb dieser Altersgruppe „nur“ 10 Prozent der Patienten. Die über 60-Jährigen hingegen machten lediglich 26 Prozent aller ans RKI übermittelten Influenzainfektionen aus, jedoch 87 Prozent aller Grippe-assoziierten Todesfälle.
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