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Nach Schiedsspruch zur Hilfstaxe
Droht den Zyto-Apothekern eine riesige Retax-Welle?
Wie verhalten sich die anderen Krankenkassen?
Da der Schiedsspruch aber rückwirkend gilt, sind die ab November erfolgten Abrechnungen aus Kassensicht fehlerhaft. Und so mussten sich die Pharmazeuten nun auf zahlreiche, flächendeckende Retaxationen einstellen. In Hessen sind diese Beanstandungen nun angelaufen. Auf die Frage, ob die dortige AOK sich derzeit systematisch den Zyto-Abrechnungen widme, erklärte ein Sprecher: „Ja, bezogen auf November und Dezember 2017“. Dabei seien auch Wirkstoffe mit nicht-onkologischen Indikationen betroffen, wie zum Beispiel Eculizumab.
Auf die Frage, wie viele der Zyto-Apotheken in Hessen nun mit Retaxationen rechnen dürfen, hieß es: „Letztlich sind alle Zytostatika-herstellenden Apotheken (in Hessen etwa 30) betroffen.“ Wie groß die Gesamtsumme ist, die die AOK bei den Apothekern nun beanstandet, wollte der AOK-Sprecher nicht sagen. Dem Vernehmen nach geht es aber um größere Summen, teilweise pro Apotheke um einen mittleren fünfstelligen Betrag.
Die AOK Hessen hat in diesem Bundesland einen Marktanteil von etwa 30 Prozent. Doch bleibt völlig offen, ob die anderen Kassen dieser sehr rigiden Retaxweise der AOK Hessen folgen. Denn eines ist klar: Zum Zeitpunkt der Taxierung konnten die Apotheker gar nicht anders abrechnen, weil der Schiedsspruch mit den neuen Abschlägen erst im Januar 2018 erfolgte.
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