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Corona-Krise
In der Not drucken Ärzte Schutzausrüstung selbst
Schutzvisiere sind derzeit ebenso Mangelware wie Atemschutzmasken, Schutzkleidung oder Desinfektionsmittel. Am Universitätsklinikum Freiburg hat man jetzt in Zusammenarbeit mit der Charité in Berlin begonnen, Schutzvisiere für das medizinische Personal selbst zu produzieren – mit 3D-Druckern, die sonst Zahnersatz herstellen.
„Aktuell würde ich die Not Schutzausrüstung selbst herstellen zu müssen, an unserem Standort noch als moderat einstufen. Wir bereiten uns aber darauf vor. Die autarke Produktion solcher Hilfsmittel wird dann ein sehr hilfreicher Weg sein“, sagen Professor Dr. Benedikt Spies, Ärztlicher Direktor der Klinik für Zahnärztliche Prothetik am Universitätsklinikum Freiburg und Dr. Christian Wesemann, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik, Alterszahnmedizin und Funktionslehre an der Charité in Berlin.
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3D-Drucker, mit denen Zahnersatz gefertigt wird
Die Zahnmediziner haben sich Gedanken gemacht, wie der sich derzeit abzeichnende Mangel an Schutzausrüstung für medizinisches Personal behoben werden kann. Für Schutzvisiere, wie sie zusätzlich zu Brille und Atemschutzmaske in Zeiten der Covid-10-Pandemie bei zahnmedizinischen Behandlungen unumgänglich sind, haben sie eine Lösung gefunden. Sie nutzen für die Halterungen der Visiere die 3D-Drucker, mit denen sonst aus dem Biopolymer PLA (Polylactid Acid, Polymilchsäuren) Zahnersatz und Zahnprothesen additiv gefertigt werden.
„Wir müssen in der aktuellen Situation kreative Lösungen finden und interdisziplinär zusammenarbeiten“, sagt Spies. Man habe mit der Fertigung erster Visierhalterungen bereits begonnen und teste diese derzeit ausführlich in Freiburg und Berlin. An die Halterung aus PLA befestigen die Forscher eine gelochte transparente Overhead-Folie – fertig ist das Schutzvisier, das vor Spritzern mit potenziell kontaminiertem Speichel oder Blut schützen kann – besser als eine Schutzbrille.
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