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Deutscher Apothekertag 2013
Hessen wollen über ABDA-Strukturen diskutieren
Nicht nur die sogenannten „Protest-Apotheker“ kritisieren die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) als zu schwerfällig. Auf dem kommenden Deutschen Apothekertag (DAT) in Düsseldorf will auch der Hessische Apothekerverband (HAV) über die Strukturen der ABDA und den Haushalt der Apotheker-Dachorganisation diskutieren. Außerdem verlangt der HAV mehr Transparenz. Dazu liegen dem DAT zwei Anträge des HAV vor.
Ziel des Antrags zur Überprüfung der Organe und Gremien der ABDA ist es aus Sicht des HAV, die Entscheidungsfindung und Beschlussfassung innerhalb der ABDA zu beschleunigen und effizienter zu gestalten. Dadurch sollen auch Sparpotentiale im ABDA-Haushalt und bei den Mitgliedsorganisationen erschlossen werden. Kritisiert wird vom HAV in der Antragsbegründung, dass trotz der seit Jahren anhaltenden öffentlichen Kritik bislang ernsthafte Reaktionen der ABDA-Führung ausgeblieben seien.
Auf den Prüfstand soll laut HAV-Antrag auch der ABDA-Haushalt. Dieser müsse auf Einsparpotentiale untersucht werden. Insbesondere die Subventionierung verschiedener Positionen sei einzustellen, heißt es im Antrag. Als einziges Beispiel für die Subventionierung ist dort die Pharmazeutische Zeitung genannt.
Außerdem fordert der HAV von der ABDA größere Transparenz über den Fortschritt der vom Berliner Apothekerhaus unterstützten Projekte. Die ABDA organisiere, finanziere und unterstütze eine erhebliche Zahl von Projekten. Deren Nutzen für die Apothekerschaft sei aber nicht immer offensichtlich. Auch die finanziellen Auswirkungen blieben weitgehend verborgen. Als Beispiele führt der HAV das ABDA-KBV-Modell, AMTS, Securpharm und die CHF-Studie an. Der HAV schlägt vor, dass die ABDA zweimal jährlich in der Fachpresse über den aktuellen Stand der Projekte berichten soll.
Berlin - 05.08.2013, 11:07 Uhr